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Nasca: Die Geschichte der Pyramiden von Cahuachi

2. Die Grosse Pyramide

30 m Höhe und 150 m Breite - 7 Stufen - ritueller Säulensaal - Pflanzen und Ton - ev. Verbindung zum "Weissen Berg" ("Cerro Blanco") - Plätze und Opfergaben

Die Grosse Pyramide von Cahuachi bei
                          Nasca, Luftaufnahme des Titalblatts der
                          Broschüre von Josue Lancho Rojas
                          "Cahuachi. Das grösste aus Lehmziegeln
                          gebaute zeremonielle Zentrum der Welt"
                          ("Cahuachi. El centro ceremonial en adobe
                          más grande del mundo")
agrandarDie Grosse Pyramide von Cahuachi bei Nasca, Luftaufnahme des Titalblatts der Broschüre von Josue Lancho Rojas "Cahuachi. Das grösste aus Lehmziegeln gebaute zeremonielle Zentrum der Welt" ("Cahuachi. El centro ceremonial en adobe más grande del mundo") [1]
Die Grosse Pyramide
                        ("Gran Pirámide") auf dem
                        Satellitenfoto mit dem fruchtbaren Tal des
                        Nasca-Flusses (Google Earth)
Die Grosse Pyramide ("Gran Pirámide") auf dem Satellitenfoto mit dem fruchtbaren Tal des Nasca-Flusses (Google Earth) [2]

aus der Broschüre von Josue Lancho Rojas vom Pyramidenmuseum Antonini in Nasca: "Cahuachi. El centro ceremonial en adobe más grande del mundo" ("Cahuachi. Das weltgrösste Zeremonialzentrum aus Lehmziegeln"); zum Gedenken an Dr. Giuseppe Orefici, für seine 25-jährige archäologische Tätigkeit in Nasca

unter Schirmherrschaft der peruanischen Hotelkette Casa Andina

übersetzt von Michael Palomino (2009)

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[30 m hoch - 150 m breit]

William D. Strong nannte das Bauwerk im Jahre 1952 "Grosse Pyramide", und bis heute ist es das Bauwerk geblieben, das Cahuachi am meisten auszeichnet, sei es durch seine Monumentalität oder seine Schönheit oder seine Form. Die Pyramide erhebt sich an zentraler Stelle des zeremoniellen Zentrums, mit einer Höhe von ca. 30 m und einer Breite von 150 m.

[7 Stufen]

Die Pyramide ist siebenstufig, die über Treppen und Rampen miteinander verbunden sind; die drei obersten Stufen waren ausschliesslich für den Dienst der grossen Priester bzw. für die Seher reserviert.

Die Grosse Pyramide mit ihren 7
                Stufen, Nahaufnhame
Die Grosse Pyramide mit ihren 7 Stufen, Nahaufnhame [3]

[Säulen-Ritualsaal]

Die Ausgrabungen unter Leitung von Dr. Orefici zeigten, dass sich auf den treppenartigen Plattformen viele Säulen angebracht waren, die auf künstlerische Art grosse Dächer trugen. Unter dem Schutz der Dächer führten die Priester ihre rituellen Akte durch. Die Wände waren (je nach Phase) aus konischen oder brotförmigen Lehmziegeln gebaut und mit verschiedenen Tonfarben bestrichen, wobei vor allem die Farben Rosa, Dunkelrot und Knallrot auffallend sind.

[Konstruktion von pflanzlichen Blöcken und Ton - plektomorphe Technik]

Etwas speziell ist die Konstruktion der Böden der Tempel von Cahuachi, denn um über den Hängen horizontale Böden herzustellen, wurden Tausende pflanzliche Blöcke verwendet, über denen Ton ausgestrichen wurde, eine als plektomorph bekannte Technik.

[Grosse Treppe und Altar oder Heiligentisch zum "Weissen Berg" hin ("Cerro Blanco")]

Auf der Ostseite der Grossen Pyramide wurde in der Fase 4 von Cahuachi eine grosse Treppe aus Lehmziegeln und Lehm gebaut. So war es möglich,  direkt in die oberen Bereiche zu gelangen, wo sich möglicherweise ein Altar oder ein Heiligentisch befand, der zum "Weissen Berg" ("Cerro Blanco") ausgerichtet war, der Haupt-Apu (Berggottheit) der Nasca-Bevölkerung. Bei einer der letzten Ausgrabungen an dieser heiligen Stätte wurde genau eine solche Treppe entdeckt. Sie ist im selben Kalkstein geschaffen, aus dem die umliegenden Hügel des Zeremonialzentrums Cahuachi bestehen. Die Treppe wurde eventuell schon in der ersten Phase von Cahuachi gebaut.

Grosse Pyramide, Treppe
Grosse Pyramide, Treppe [4]

[Pilgerplätze - Keramiken als Opfergaben]

Um die Grosse Pyramide herum sind verschiede Plätze angelegt, wo sich vermutlich die Menge der Pilger versammelte, um den Riten zuzuhören oder zuzusehen, die die Priester auf den verschiedenen oberen Stufen durchführten. Auf der nordöstlichen Seite wurde eine der spektakulärsten und wichtigsten Entdeckungen der letzten Zeit gemacht: Es wurden über 1000 Keramikteile gefunden, die die letzte Opfergabe für diesen Platz darstellen. Danach wurde das Gelände mit 5 m Schutt versiegelt, und darüber wurden neue Strukturen gebaut. (S.9)


Pyramidenmuseum Antonini, Nasca
(Museo Antonini de las pirámides de Nasca)
Avenida La Cultura 600
Nasca
Tel. 0051-(0)56-523 100 / 523 444
cahuachi@terra.com.pe

Schirmherrschaft der Broschüre:
Casa Andina
Peruanische Hotelkette
Bulevar Bolognesi 367, Nasca
Tel. 0051-(0)56-523 563

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Fotoquellen
[1] Luftaufnahme der Grossen Pyramide: Broschüre von Josue Lancho Rojas: Cahuachi. El centro ceremonial en adobe más grande del mundo (Cahuachi. Das weltgrösste Zeremonialzentrum aus Lehmziegeln). Ausgabe des Antonini-Museums und der Hotelkette Casa Andina, Nasca, Titelblatt
[2] Satellitenfoto mit der Grossen Pyramide: http://www.arqueologiadelperu.com.ar/cahuachi.htm
[3] Grosse Pyramide, 7 Stufen: http://www.arqueologiadelperu.com.ar/cahuachi.htm
[4] Grosse Pyramide, Treppe: Broschüre von Josue Lancho Rojas: Cahuachi. El centro ceremonial en adobe más grande del mundo (Cahuachi. Das weltgrösste Zeremonialzentrum aus Lehmziegeln). Ausgabe des Antonini-Museums und der Hotelkette Casa Andina, Nasca, S.16


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