AM-SUR · Chile · Santiago 2010
Fotoreportage

Der Botanische Garten von Santiago de Chile – Mapulemu Teil 5

Der letzte Abschnitt des Rundgangs durch den Botanischen Garten Mapulemu zeigt das Wasserökosystem, die Feuchtgebiete, den Ententeich sowie den Rückweg entlang heimischer chilenischer Pflanzen bis zum Ausgang.

Michael Palomino
Fotos vom Februar 2010
publiziert 2011
Santiago de Chile

Das Wasserökosystem und die Bedeutung der Feuchtgebiete

Eine grosse Hinweistafel im unteren Bereich des botanischen Gartens erklärte die Bedeutung der Feuchtgebiete, ihre Biodiversität und die wichtigsten Typen aquatischer Lebensräume.

Grosse Hinweistafel mit dem Wasser als Ökosystem
Grosse Hinweistafel mit dem Wasser als Ökosystem
Kernaussage: Feuchtgebiete gehören zu den produktivsten Ökosystemen des Planeten. Sie sind entscheidend für die Lebenszyklen von Pflanzen und Tieren und dienen ausserdem als zeitweilige Zuflucht für Zugvögel.

Wichtigkeit der Feuchtgebiete

Feuchtgebiete sind wegen ihrer hohen Produktivität und Biodiversität besonders wichtig. Sie bilden Lebensraum für eine grosse Zahl von Arten und sichern wesentliche Entwicklungszyklen der Tier- und Pflanzenwelt.

Aquatische Ökosysteme in Chile

Die Tafel erinnerte daran, dass solche Gebiete in Chile auch durch internationale Abkommen geschützt werden. Genannt wurden unter anderem Surire, Huasco, Soncor, Negro Francisco, Santa Rosa, Conchalí, El Yali, Río Cruces und Bahía Lomas.

Typen von Feuchtgebieten

  • marine Küstenfeuchtgebiete mit Salzwasser,
  • Flussmündungen mit Mischwasser aus Salz- und Süsswasser,
  • lacustre Feuchtgebiete an Seen und Lagunen,
  • ufergebundene Feuchtgebiete an Flüssen und Bächen,
  • Sümpfe und Moraste,
  • künstlich angelegte Feuchtgebiete.

Beispiel eines Wasserökosystems: der Ententeich

Die Stadtverwaltung von Santiago hatte im botanischen Garten einen kleinen Ententeich als anschauliches Beispiel für das Wasserökosystem eingerichtet.

Obwohl genaue Tafeln zu den einzelnen Enten- und Gänsearten fehlten, wirkte der Bereich lebendig und unterhaltsam. Gerade die Gruppendynamik der Tiere machte den Ort reizvoll.
Teich mit Palme
Teich mit Palme

Der Weg vom Teich zum Ausgang

Entlang der grossen Wiese im unteren Niveau des Gartens wuchsen wieder verschiedene heimische Bäume und Sträucher. So konnten auch Besucher, die nur den unteren Bereich sahen, einige Pflanzennamen der chilenischen Flora kennenlernen.

Lingue

Lingue

Persea lingue

Einer der markierten heimischen Bäume auf dem Rückweg vom Teich Richtung Ausgang.

Canelo

Winterrinde / Canelo

Drimys winteri

Eine in Chile kulturell bedeutende Pflanze, hier mit zusätzlicher Detailaufnahme der Blätter dokumentiert.

Boldo

Boldo

Peumus boldus

Bekannter chilenischer Strauch, ebenfalls mit Nahaufnahme der Blätter festgehalten.

Pelú Detail

Pelú

Sophora microphylla

Auf der ursprünglichen Seite wurde vor allem die feine Struktur der Blättchen hervorgehoben.

Palqui

Hammerstrauch / Palqui

Cestrum palqui

Ein weiterer beschrifteter Strauch in der Schlusszone des Gartens.

Unbestimmter Baum

Baum ohne korrekte Beschriftung

nicht bestimmt

Der Autor weist darauf hin, dass die vorhandene Tafel falsch war und dieser Baum nicht mit dem zuvor gezeigten Peumo übereinstimmte.

Der Ausgang des Botanischen Gartens

Zum Schluss zeigt die Reportage den Ausgangsbereich selbst, einige weitere Pflanzen und den unteren Eingangsbereich mit den Säulen der fünf Kontinente.

Quellen

Modernisierte Fassung auf Basis der archivierten Originalseite. Die folgenden Nachweise entsprechen den botanischen Quellenangaben des Originals.

[web01] Winterrinde / Drimys winteri: giftpflanzen.com

[web02] Hammerstrauch / Cestrum palqui: rareplants.de